Was ist das?

Wo ist man hier gelandet? Kurze Antwort: Auf dem Blog eines Möchtegern-Spielentwicklers, der gerade versucht ein Pen&Paper-RPG zu bauen! Dark Space heißt das Projekt und wird eine Mischung aus Sci-Fi, Cyberpunk und Steampunk, in dem die Spieler die Rolle von Mercs (also von Söldnern) übernehmen und versuchen in einer Galaxie von Intrigen, Korruption und Not ihren Platz zu finden.

Dabei ist es den Spielern freigestellt ob sie ihre Fähigkeiten einfach nur an den Höchstbietenden verkaufen, ohne zu Hinterfragen oder moralische Schranken zu setzen, sich einer der Merc-Vereinigungen anschließen um schneller, bessere Aufträge an Land zu ziehen oder sich versuchen für das Gemeinwohl einzusetzen und als Dank mit Einfluss, Freundschaften und Land auf einem Planeten belohnt zu werden

Donnerstag, 19. Juli 2012

In einer (zu) weit entfernten Galaxis…


Allgemeiner Hinweis zu Beginn: Das Thema Überlichtgeschwindigkeit und Technologien, die so etwas ermöglichen sind bisher reine Science Fiction. 1996 wurde das "Breakthrough Propulsion Physics Project" als Forschungsprojekt der NASA eingeführt und 2002 beendet. Das Ziel war es unkonventionelle Antriebstechnologien für die Raumfahrt zu entwickeln.
Wenn 6 Jahre lang niemand auf eine zündende Idee gekommen ist, dann bitte ich auch hier zu entschuldigen, wenn ich über einige Themen aus diesen Bereich, der bis in die Quantenphysik reicht und den wohl nur wenige überhaupt ansatzweise verstehen, höchstens Vermutungen auf Basis meiner Bildung und gesunden Menschenverstandes äußern kann. Diese Vermutungen können auch durchaus falsch oder ungenau sein.
Dieses Projekt soll ein Sci-Fi Spiel werden. Zwar mit dem Ziel möglichst anschaulich und authentisch zu wirken, aber dennoch ist es nur ein Spiel.

Das Problem, dass sich früher oder später alle Sci-Fi Autoren stellen müssen ist, wie man Menschen in Raumschiffen von einem Stern zum nächsten befördert. Interstellare Reise sind mit normalen Antriebssystemen wie chemischen Raketen und selbst Ionenstrahltriebwerke nicht in annehmbaren Zeiten zu bewerkstelligen.
An dieser Stelle hat ein Autor exakt drei Möglichkeiten:
Erstens, er lässt die gesamte Handlung seiner Geschichte innerhalb eines kleines Raumes spielen. Das bedeutet, dass die Charaktere nicht das Sternensystem verlassen bzw. dass mehrere Sterne sehr nah beieinander liegen.
Zweitens, er setzt Technologien ein, die interstellare Reisen ermöglichen. Beispiele gibt es genug dafür. Die Frage ist, welche Antriebsart man sich zum Vorbild nimmt und wie sehr man dabei ins Detail geht.
Drittens ist der Einsatz von "natürlichen" Möglichkeiten der überlichtschnellen Vorbewegung. Der Rede ist von Wurmlöchern, eine theoretische Alternative zu schwarzen Löchern, die den Raum an zwei Stellen miteinander verbindet.

Ich lasse mal die erste Möglichkeit außen vor und widme mich den anderen beiden. Schon aus dem Grund, da man mit vielen Freiheiten natürlich viel mehr erzählerische Möglichkeiten hat.
Aus Serien wie Star Trek oder Star Wars (um nur zwei der Populärsten zu nennen, die ich kennen) kennt man das Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit. Entweder als Hyperantrieb oder Warp-Antrieb bezeichnet, fällt es leicht mit einem Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit zu reisen.
Will man als Sci-Fi Autor nicht allzu arg mit den Naturgesetzen brechen, muss man sie umgehen. Das detaillier erklärte Beispiel liefert Star Trek. Dort wird beschrieben dass das Prinzip der Warp-Technologie auf der Raumkrümmung basiert. Der Raum vor dem Raumschiff wird kontrahiert und der Raum hinter dem Schiff expandiert. Das Schiff selbst verbleibt in einem Stück normalen Raumes und steht still, während sich die Raum-Zeit (die sich schneller als das Licht ausbreiten darf) außen herum verschiebt. Um so etwas zu bewerkstelligen braucht man aber etwas mit einer negativen Energiedichte. Aber das ist in etwa so, als würde man versuchen aus einem Vollvakuum noch mehr herauszuziehen.
Wer sich für das Thema gesteigert interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Warp-Antrieb

Die dritte Möglichkeit bediente sich der Nutzung von Vorhandenen "Abkürzungen" durch den Raum. Wurmlöcher sind, nach allem, was ich so im Internet gelesen habe recht umstritten. Vor allem was ihre Anwendung in der Science Fiction betrifft.
Es wird wohl von den meisten Fans als hingenommen oder sogar willkommen geheißen, wenn eine Autor für seine Geschichte Wurmlöcher als vorhanden betrachtet. Auch wenn er dabei einige Dinge außen vor lässt, die für Wurmlöcher gelten müssten, wenn sie existieren.
Da wäre eine rein erzählerische Komponente: Ein Wurmloch ist kein "Loch" im eigentlichen Sinne. Ein Wurmloch ist ein Räumliches Gebilde. Ergo ist sein Eingang, bzw. Ausgang kugelförmig. Das kann man sich auch daran Ableiten, dass ein Wurmloch eine Alternative zu einem schwarzen Loch bildet. Da schwarze Löcher, einfach ausgedrückt, einfach nur verdichtete Materie darstellen und die Überreste eines Sterns sind, der ja auch einmal in etwa kugelförmig war, scheint es nur logisch, dass auch ein Wurmloch eine Kugel ist.
Als nächstes ist ein Wurmloch eine Krümmung in der Raum-Zeit. Sieht man hinein, so meinen einige, sieht man alles, was auf der anderen Seite ist mit einem 360°-Blickfeld.
Und zum Schluss eine der wichtigsten Dinge, die aus erzählerischen Gründen gerne unter den Tisch fallen: Ein Wurmloch, das stark genug ist einen Tunnel durch die Raum-Zeit zu krümmen, hat eine enorme Gravitation. Die Kräfte, die in der Nähe eines Wurmlochs herrschen, müssen gigantisch sein.

So, genug Spielverderber für Sci-Fi-Fans gespielt. Zurück zum eigentlich Thema: Wie verpackt man das ganze so, dass es logisch und authentisch klingt?

Benutzt man Technologie, die es einem Schiff aus sich selbst heraus ermöglicht, mit Überlichtgeschwindigkeit zu reisen, sollte man sich über diverse Sachen Gedanken machen: Wie wird der Antrieb mit genug Energie versorgt? In welchen Quantitäten muss ich denken, wenn ich abschätzen will, wie groß der Energiebedarf ist? Wie schnell soll das Schiff reisen können? Welche physikalischen Gesetze muss ich etwas biegen oder gar brechen? Und wie kann ich das alles erklären?

Viele Fragen. Ob ich auf alles eine Antwort finde?

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